Was ist eigentlich Yoga?

​Bei dem Wort "Yoga" denkt jeder sofort an Mädels in schicken Sportoutfits, die absurde Verrenkungen oder einen Kopfstand machen.

​Ja, sicherlich ist das auch ein Teil des Yoga - allerdings nur ein kleiner Teil! Bei den genannten Körperübungen handelt es sich um "Asanas", die heutzutage von vielen als synonymer Begriff für die eigentliche Yoga Praxis verwendet werden.

​Doch Yoga ist mehr als bloße Körperübungen - es ist vielmehr eine Lebensphilosophie bzw. Lebenseinstellung. Dabei geht es unter anderem um den Umgang mit dir selbst und zwar nicht nur mit deinem Körper, sondern auch mit deinem Geist.

​Ein für mich wichtiges Thema sind die sogenannten „Yamas“ von Patanjali (ein Weiser aus Indien, der ca. 400 Jahre vor Christi gelebt hat).

Es handelt sich hierbei um 5 Empfehlungen, wie du dein Leben bewusster gestalten kannst. Man kann es modern gesagt als eine Art Coachinganleitung fürs Leben beschreiben. Meiner Meinung nach, bilden sie einen sehr wichtigen Teil der Yoga-Praxis und daher möchte ich sie dir nachfolgend kurz erläutern.

Die 5 Yamas geben dir Ratschläge für dein persönliches Umfeld, d.h. wie du dich anderen gegenüber achtsamer, rücksichts- und liebevoller verhalten kannst:

1. Gewaltlosigkeit

Hierbei geht es nicht, wie du auf den ersten Blick vielleicht denkst, nur um die körperliche Gewalt. Dass man andere nicht schlagen sollte, ist fast jedem klar. Es geht hier auch darum, sanftmütig zu denken und andere nicht zu bewerten oder sie von vorneherein zu verurteilen.

Doch auch dir selbst gegenüber solltest du etwas gnädiger sein und dich nicht beschimpfen oder verurteilen. Mache dir deine Gedanken bewusst und halte vor einer Handlung inne, um zu prüfen, ob sie sanftmütig ist.

Ein weiterer Aspekt betrifft den Umgang mit der Natur und unserem Planeten. Du bist zwar nicht direkt für die Massentierhaltung und die Umweltverschmutzung verantwortlich, jedoch mache dir bewusst was du dagegen tun kannst und denke beim nächsten Einkauf vielleicht einmal über das Thema Nachhaltigkeit nach.

Und zu guter Letzt: Lächle :-)

Du wirst sehen, was es für eine Auswirkung auf Menschen in deinem Umfeld haben wird.

2. Wahrhaftigkeit/ Nicht-Lügen

Bei dieser Empfehlung geht es darum, aufrichtig zu sein und zwar sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber. Häufig greift man zu Notlügen, weil es einem unangenehm ist die Wahrheit zu sagen und man fürchtet den anderen zu verletzen. Doch Lügen haben eben wirklich kurze Beine und ein Lügenkonstrukt aufrechtzuerhalten kostet mehr Energie als einmal den Mut zusammen zu nehmen und die Wahrheit zu sagen. Natürlich solltest du die richtigen Worte finden und die Wahrheit nicht in einem aggressiven Tonfall rüberbringen. Mache dir Gedanken darüber, wie du deinem Gegenüber die Wahrheit sagen kannst, ohne ihn zu verletzen und du wirst dich danach viel besser fühlen als wenn du ihm eine Lüge aufgetischt hättest.

Und du wirst merken: Deine Ehrlichkeit ist ansteckend.

Wenn andere von dir stets die Wahrheit hören, werden sie auch dir gegenüber offener und ehrlicher reagieren.

3. Nicht-Begehren

Das Ziel der Yogis früher in Indien war stets das Leben ohne materiellen Besitz. Solche radikalen Bestrebungen heute in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft umzusetzen ist nicht unbedingt nötig. Es geht vielmehr darum, dass wir lernen zwischen notwendigen und entbehrlichen Gütern zu unterscheiden.

Beobachte dich selbst und dein Konsumverhalten und versuche kritisch zu hinterfragen, ob du das neue Paar Schuhe wirklich brauchst. Denn schließlich ist bei uns alles im Überfluss vorhanden und wir finden in dem ständigen Konsumieren keine Befriedigung, sondern jagen von der einen Anschaffung zur nächsten, sind ständig ruhelos und unzufrieden, weil es immer noch größere, schnellere, schönere Dinge gibt die wir besitzen wollen.

Versuche dankbar zu sein, für das was du hast und finde deine Zufriedenheit nicht in Konsumgütern.

4. Selbstbeobachtung/ Sinnesentlastung

Besonders in der Multimedia-Welt ist es schwierig wirklich abzuschalten. Versuche dich bewusst auf die eine Sache zu konzentrieren die du gerade tust. Wenn du z.B. isst, dann esse nur und schaue dabei kein TV oder surfe auf dem Smartphone. Oder gehe spazieren, einfach nur so, ohne Handy, ohne Musik. Du wirst sehen, dass du ohne das ständige Multitasking das Hier und Jetzt viel bewusster wahrnehmen kannst.

Du bekommst so die Gelegenheit dich selbst, deine Gedanken und Gefühle aber auch deine Umwelt zu beobachten und wirst daraus jede Menge lernen.

5Besitzbescheidenheit

Dieser Ratschlag ähnelt sehr dem dritten Ratschlag und vertieft das Ganze noch dahingehend, dass man nicht nur wohlüberlegt konsumieren sollte, sondern generell bescheidener lebt und Habgier und Dinge horten ablegt. So fällt es dir leichter dich und dein Glück nicht an materielle Besitztümer zu binden, sondern es in dir selbst zu finden und zu kultivieren.

 

Wie kam ich zum Yoga?

​Ich habe im Januar 2017 begonnen Yoga zu praktizieren und zwar zunächst auf rein körperlicher Ebene. Begonnen hat alles mit einem YouTube Video und so bin ich, über Online-Yoga-Kurse, Yoga Kurse im Fitness-Studio und Yoga im Freien, schließlich im Balance Yoga Institut in Frankfurt am Main gelandet.

Dort habe ich zunächst viele verschiedene Yoga-Kurse und -Stile bei unterschiedlichen Yoga-Lehrern ausprobiert, bevor ich mich entschieden habe eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin zu machen.

​Da die Auswahl an Yoga-Stilen mittlerweile so groß ist, ist es wichtig vieles auszuprobieren um den Stil zu finden, der zu dir und deiner persönlichen Situation am besten passt.

Auch finde ich persönlich es wichtig, dass das Schüler-Lehrer-Verhältnis passt. Man sagt: "Jeder Yoga-Schüler findet seinen passenden Yoga-Lehrer und jeder Yoga-Lehrer findet seine passenden Yoga-Schüler".

Es kann eben nicht jeder mit jedem gleich gut und das ist auch völlig in Ordnung so- es wäre ja schlimm, wenn alle zu demselben Yoga-Lehrer gehen würden.

Also fang einfach an auszuprobieren – irgendwann findest du genau das was zu dir passt, vertrau mir!

 

Was bedeutet Yoga für mich?

 

Yoga ist für mich, wie bereits erläutert, viel mehr als nur die reinen Asanas/Körperübungen zu praktizieren.

Indem ich mir einfach die Zeit für mich ganz alleine auf meiner Matte nehme, tue ich mir selbst etwas Gutes. In meinem Yoga-Raum (das kann auch ein kleiner schön hergerichteter Platz sein, oder dein liebster Platz im Garten) sperre ich den Alltag aus und versuche nur den aktuellen Moment wahrzunehmen, ohne Gedanken an die Zukunft oder das Grübeln über die Vergangenheit.

Das ist natürlich nicht immer einfach – auch nach längerer Yoga-Praxis fällt es mir an manchen Tagen leichter als an anderen. Und das ist auch absolut in Ordnung so! Akzeptiere dich und deine körperlichen und geistigen Grenzen so wie sie sind. Entdecke jeden Tag aufs Neue, wozu du fähig bist und bleibe neugierig.

Mir persönlich hilft Yoga sehr, den manchmal stressigen Alltag auszublenden und so bewusste Pausen einzubauen, um immer wieder „runter zu kommen“. Durch Pranayama (Atemübungen), Meditation und das Praktizieren der Asanas (Körperübungen) finde ich immer wieder Ruhe und kann danach erfrischt und voller Energie wieder in den Alltag starten.

Probiere es einfach selbst mal aus: Schaffe dir ein regelmäßiges Ritual (z.B. Meditieren, Atemübungen, Asanas), egal ob morgens, abends oder in der Mittagspause – nimm dir diese Zeit für dich und deine Yoga-Praxis. Fang lieber mit 5 Minuten an und praktiziere diese wirklich täglich, als einmal die Woche 1 Stunde. So bekommst du eine Regelmäßigkeit in deine Praxis und wirst künftig die 5 Minuten täglich vielleicht sogar erweitern.

Falls du Anregungen oder Hilfe brauchst, sprich mich gerne an – vielleicht habe ich eine Idee, die dir weiterhelfen kann.

 

Welche Yoga-Stile unterrichte ich?

Bei der schon erwähnten Vielzahl an Yoga-Stilen, die heute überall angeboten werden, ist es schwierig den Überblick zu behalten. Da ich dich gerne kompetent betreuen möchte, habe ich mich auf 2 Yoga-Stile festgelegt, die ich im Rahmen meiner Yoga-Lehrer-Ausbildung intensiv gelernt habe zu unterrichten: 

Hatha Yoga

Ich nenne es mal „klassisches“ Yoga, da es einer der ältesten Yoga-Stile ist und, zumindest in unserer westlichen Welt, einer der bekanntesten.

Beim Hatha-Yoga werden die einzelnen Körperübungen (Asanas) mindestens 5 Atemzüge lang gehalten und es handelt sich daher um einen etwas statischeren Yoga-Stil – der deswegen aber nicht weniger anstrengend ist ;-)

Besonders für Anfänger ist dieser Stil gut geeignet, da man genügend Zeit hat, sich in der Pose einzufinden und diese korrekt auszurichten.

 

Vinyasa Yoga

Vinyasa Yoga unterscheidet sich in der Art und Abfolge der Asanas nicht sehr stark vom Hatha Yoga, allerdings geht es beim Vinyasa Yoga etwas „fließender“ voran. Hier werden die einzelnen Asanas nicht so lange gehalten und es wird mehr Wert auf den Fluss der Übungsabfolge in Verbindung mit dem Atem gelegt.

Da es hier etwas aktiver zugeht als beim Hatha-Yoga, ist es sinnvoll für dich, wenn du bereits erste Erfahrungen mit Yoga gesammelt hast und die einzelnen Posen bereits sicher beherrschst.

 

 

Komm gerne in einer meiner offenen Stunden vorbei und probiere es aus.

 

© 2019 by Janina Pinske