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Im Einklang mit dem Sommer: Warum deine Yogapraxis jetzt sanfter werden darf


Die Sonne zeigt sich von ihrer kraftvollsten Seite, die Tage sind lang und warm und viele von uns spüren: Der Sommer fühlt sich wunderbar an und gleichzeitig kann er ganz schön anstrengend sein.


Vielleicht schläfst du schlechter, bist schneller gereizt, fühlst dich erschöpft oder hast das Gefühl, dass dir die Hitze einfach zu viel wird. Genau hier lohnt sich ein Blick in den Ayurveda.


Im Ayurveda befinden wir uns aktuell in der Pitta-Zeit – einer Phase, in der das Element Feuer besonders präsent ist. Wie sich das auf Körper und Geist auswirkt und wie du dein Pitta im Alltag ausgleichen kannst, habe ich bereits in einem ausführlichen Blogbeitrag beschrieben. Wenn dich das Thema interessiert, schau dort gerne einmal vorbei.


Heute möchte ich den Fokus auf deine Yogapraxis im Sommer legen. Denn genauso wie wir unsere Ernährung an die Jahreszeiten anpassen dürfen, profitiert auch unsere Praxis davon, sich dem Rhythmus der Natur anzupassen.


Weniger leisten, mehr wahrnehmen

Gerade in unserer leistungsorientierten Gesellschaft fällt es oft schwer, einen Gang zurückzuschalten. Wir möchten produktiv sein, unsere To-do-Liste abarbeiten und am liebsten auch noch voller Energie durch unsere Yogapraxis fließen.


Doch die Natur macht es uns anders vor.


Wenn die Temperaturen steigen, arbeitet unser Körper bereits auf Hochtouren, um sich selbst zu kühlen. Diese zusätzliche Belastung kostet Energie. Es ist daher vollkommen natürlich, wenn du dich im Hochsommer weniger leistungsfähig fühlst.


Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, dir selbst die Erlaubnis zu geben, nicht immer funktionieren zu müssen. Nicht jede Jahreszeit ist dafür gemacht, Höchstleistungen zu bringen – weder auf der Yogamatte noch im Berufsalltag oder Privatleben. Yoga lädt uns immer wieder dazu ein, auf unseren Körper zu hören, statt gegen ihn zu arbeiten.


Welche Yogapraxis tut jetzt gut?

Im Sommer darf deine Praxis weicher, ruhiger und ausgleichender werden. Statt vieler kraftvoller Flows oder langer Haltezeiten in intensiven Rückbeugen dürfen kühlende, beruhigende und erdende Elemente mehr Raum bekommen.


Besonders wohltuend sind:

  • sanfte Vorbeugen, die das Nervensystem beruhigen

  • Hüftöffner ohne Leistungsdruck

  • länger gehaltene Yin-Yoga-Haltungen

  • regenerative Positionen mit Kissen und Decken

  • bewusste Entspannung am Ende der Praxis


Auch das Tempo darf sich verändern. Anstatt immer mehr erreichen zu wollen, kannst du dich fragen: Wie möchte ich mich nach meiner Praxis fühlen? Nicht erschöpft, sondern klar, ruhig und ausgeglichen.


Kühlende Atemtechniken

Auch der Atem kann uns dabei unterstützen, innere Hitze auszugleichen. Besonders wohltuend ist die Wechselatmung (Nadi Shodana). Sie beruhigt das Nervensystem, harmonisiert die Energie im Körper und schenkt oft schon nach wenigen Minuten mehr innere Ruhe.


Eine ausführliche Anleitung findest du bereits in meinem Blogbeitrag zur Nadi Shodana.

Auch ein paar Minuten bewusstes, ruhiges Bauchatmen können an heißen Tagen einen spürbaren Unterschied machen.


Erlaube dir, langsamer zu sein

Vielleicht ist das die wichtigste Erinnerung dieses Sommers:

Du musst nicht ständig funktionieren.

Du musst nicht jeden Tag dein Bestes geben.

Du musst nicht beweisen, wie produktiv oder leistungsfähig du bist.


Die Natur lebt in Zyklen. Auf Aktivität folgen Ruhephasen. Auf Anspannung folgt Entspannung. Je mehr wir lernen, diese Rhythmen auch in unserem eigenen Leben anzunehmen, desto mehr kommen wir in Balance.


Vielleicht bedeutet das heute:

  • eine kürzere To-do-Liste,

  • eine sanfte Yogastunde statt eines schweißtreibenden Workouts,

  • eine kleine Pause im Schatten,

  • oder einfach die Entscheidung, liebevoll mit dir selbst zu sein.


Auch das ist Yoga.


Ayurveda und Yoga: Individuell statt nach Schema F

Nicht jeder Mensch reagiert gleich auf die Sommerhitze. Während manche sie genießen, fühlen sich andere schnell ausgelaugt oder überhitzt.


Genau deshalb betrachtet der Ayurveda jeden Menschen individuell. Deine persönliche Konstitution spielt eine große Rolle dabei, was dir guttut und was dich aus dem Gleichgewicht bringt.


Wenn du neugierig bist, welcher Dosha-Typ du bist oder wie du Ernährung, Alltag und Yogapraxis noch besser auf deine Bedürfnisse abstimmen kannst, begleite ich dich gerne im Rahmen einer Ayurveda-Konstitutionsbestimmung.


Sprich mich bei Fragen jederzeit an – ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu mehr Balance begleiten zu dürfen.



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